Mutterschutz: Wie lange gilt ihr Mutterschutz?

Wenn sich schwangere Frauen nicht ausdrücklich dafür entscheiden, im Zeitraum kurz vor oder nach einer Schwangerschaft zu arbeiten, gelten für sie während dieser wichtigen Phasen ihrer Schwangerschaft ein absolutes Beschäftigungsverbot und das unabhängig von ihrer Beschäftigung.

Diese erholsame Auszeit vom stressigen Berufsleben wird hierbei allgemein als der Mutterschutz betrachtet. Die Schutzmaßnahmen und Regelungen für die Schwangeren und stillenden Frauen im Rahmen des Mutterschutzes sind jedoch weitaus umfassender und komplexer. Aber wie lange gilt nun der Mutterschutz? Eine gute Möglichkeit um den eigenen Mutterschutz genau zu bestimmen, bieten dabei Hilfsmittel wie zum Beispiel Mutterschutzrechner. Hier können Sie Ihren Mutterschutz berechnen mit dem Mutterschutzrechner.

Zu den Schutzfristen vor der Geburt

Aufgrund des Mutterschutzgesetzes dürfen künftige Mütter spätestens ab einem Zeitpunkt von 6 Wochen vor der anstehenden Geburt nichtmehr arbeiten. Welcher beruflichen Tätigkeit die Mutter dabei nachgeht, spielt hierbei keine Rolle. Auf eigenen Wunsch jedoch darf eine werdende Mutter jedoch weiter arbeiten. Voraussetzung hierfür ist, das eine Erklärung abgeben wird, welche allerdings von ihr jederzeit wiederrufen werden kann.

Und welche Schutzfristen gelten nach der Geburt?

Auch nach einer geglückten Geburt, besteht zum Schutz der jungen Familie eine gewisse Schonfrist. Im Mutterschutzgesetz werden hierfür 8 Wochen vorgesehen.

Hier kann es allerdings zu Änderungen kommen. Bei vorzeitiger Geburt beispielsweise verlängert sich die Zeit im Mutterschutz zum Wohle des Kindes automatisch um die nicht beanspruchte Auszeit. Bei Mehrlings- und Frühgeburten gilt laut Mutterschutzgesetz, sowieso eine Verlängerung der Schonfrist um 4 Wochen auf dann insgesamt 12 freie Wochen. Als Frühgeburt wird dabei eine Entbindung vor der Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche kategorisiert.

Mutterschutz im Falle einer Totgeburt?

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Sollte der tragische Fall einer Totgeburt eintreten, gelten laut Mutterschutzgesetz die gleichen Schutzregelungen wie bei einer Lebendgeburt. Von rechtlicher Seite gesehen, wird auch die Geburt eines toten Kindes somit nicht von der eines Lebendigen unterschieden. Aufgrund dessen gilt auch die achtwöchige, beziehungsweise im Falle einer gleichzeitigen Frühgeburt die auf zwölf Wochen verlängerte Schonfrist.

Die Fehlgeburt wird im Mutterschutzgesetz nicht als Entbindung anerkannt

Im Gegensatz zu einer Totgeburt, wird eine Fehlgeburt nicht als Entbindung anerkannt und fällt somit unter keine folgende Schonfrist. Von einer Fehlgeburt wird gesprochen, wenn das Geburtsgewicht eines totgeborenen Kindes unter 500 Gramm liegt.

Eine junge Frau ist jedoch auch im tragischen Falle einer Fehlgeburt nicht vollkommen schutzlos. Sollte die Fehlgeburt mit körperlichen und seelischen Belastungen einhergegangen sein, so kann die Frau aus diesem Grund als arbeitsunfähig krankgeschrieben werden. Auch bei einer Krankschreibung im Falle einer Fehlgeburt gilt dabei die Regelung der normalen Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall!

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